Warum Deutschland / die EU das australische Modell zum Vorbild nehmen kann

Der Spiegel versucht zu erklären warum Australien kein Vorbild sein kann und verstrickt sich in den Lebenslügen der Linken.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-warum-die-fluechtlingspolitik-kein-vorbild-fuer-europa-sein-kann-a-1181555.html
Der spiegel gibt zu das die Politik Australiens funktioniert, und das diese dazu führt, dass niemand im Pazifik ertrinkt, schließt jedoch für Deutschland die Funktionsfähigkeit aus.
Der spiegel begeht jedoch einige Fehler.

 

1. Der spiegel bezieht sich nur auf Deutschland und gibt deshalb an, dass die Landgrenzen viel schwieriger zu überwachen sind als die Seegrenzen Australiens.

Der spiegel hat ja Recht, dass Landgrenzen schwieriger zu überwachen sind als Seegrenzen, aber Deutschland ist ja nicht alleine. Deutschland ist Teil der EU und Schengens, und ist deshalb auf die Außengrenzen der Schengenstaaten angewiesen. Und diese haben mehrheitlich Seegrenzen!

2. Deutschland müsste einen Deal mit Drittstaaten eingehen, welcher rechtliche Grauzonen zur Grundlage hat.

Genau einen solchen Deal hat die Kanzlerin vor wenigen Tagen erst mit Lybien gemacht und damit Sklavenlager „legalisiert“.
Noch mehr Grauzone ist wohl gar nicht möglich.

3. Deutschland müsste wie Australien Menschenrechte verletzen.

Ja, Deutschland und die EU würden mit dem australischen Modell Menschenrechte einschränken. Aber wie es mit allen Rechten ist, müssen Abwägungen getroffen werden wenn man diese einschränkt.
Dem spiegel zu Folge sind in den exterritorialen Camps Australiens ca. 1000 Menschen untergebracht. Das Recht dieser Menschen wird eingeschränkt. Deren Recht wird in Vergleich gesetzt zu all den Menschen die im Pazifik ertrunken wären. Die gleiche Abwägung würde auch für das Mittelmeer gelten.
Auch kann beobachtet werden, dass je länger das australische Modell angewendet wird immer weniger Menschen in diesen Camps leben, und somit immer weniger Menschen in ihren Rechten eingeschränkt werden müssen.

Zum Vergleich 2016 sind vermutlich 5000 Menschen im Mittelmeer ertrunken.

 

Der spiegel verursacht bei Personen die das Thema auch nur leicht aufgearbeitet haben nur Kopfschütteln. Aber diese Personen spricht er gar nicht an. Es geht ihm nur darum der breiten Masse fehlerhafte Informationen einzuimpfen. Denn Lösungen oder das Leid der Menschen auf der Flucht nach Europa sind dem spiegel egal. Alles was zählt ist die Agenda.

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