Warum ein Hijab mit dem Hakenkreuz mehr zu tun hat als man meinen könnte

Der § 86a des Strafgesetzbuches stellt das Verwenden von verfassungsfeindlichen Kennzeichen unter Strafe.

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eines der festgelegten Symbole in der Öffentlichkeit verwendet.

Nun könnte ich eine lange Abhandlung starten, mich im Juristendeutsch ergehen, aber ich will hier auf den gesunden Menschenverstand bauen. Lassen Sie uns also zuerst einmal über das Hakenkreuz sprechen. Wie wir alle wissen, ist das zur Schau stellen dieses Symbols mit dem oben genannten § 86a StGB unter Strafe gestellt. Das Hakenkreuz ist ein unglaublich altes Symbol, wir sprechen von 12.000 Jahren nachgewiesener Nutzung dieses Symbols.
Jedoch wird in Deutschland dieses Symbol auf ein Zeitfenster von nur 15 Jahren reduziert. Egal was in 11.985 Jahren geschehen ist, diese 15 Jahre hatten so unglaublich schlimme Konsequenzen, dass dieses Symbol nicht zu rehabilitieren ist.

Und das ist richtig so!

Die Gräuel des Nationalsozialismus waren so schlimm, dass dieses Symbol in Deutschland nie wieder von diesen Geschehnissen getrennt werden kann.

Doch was hat dieses alles mit dem Hijab zu tun?

Symbole transportieren immer eine Nachricht, und diese können mit einem demokratischen Rechtsstaat nicht vereinbar sein. Und so wie das Hakenkreuz nicht von den Gräultaten der NS-Zeit getrennt werden kann, genauso wenig kann der Hijab getrennt werden von jeder Frau, die zu Tode gesteinigt, mit Säure übergossen, vergewaltigt, geschlagen, erniedrigt wurde oder einfach hinter ihrem Mann laufen muss, getrennt werden.
Im Unterschied zum Hakenkreuz, das für viele Taten in kurzer Zeit steht, steht der Hijab für unzählbar viele Taten in hunderten von Jahren.
Überall in der Welt leiden und sterben Frauen im Namen des Islam und der Hijab ist das Symbol dieser Taten.

Das für alle erkennbare, nach außen weithin sichtbare Symbol, dass Frauen das Eigentum des Mannes sind, ist der Hijab.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist nicht verhandelbar. Und jedes Symbol, das diese Gleichberechtigung negiert und Frauen zu Menschen zweiter Klasse erklärt, ist somit verfassungsfeindlich.
Und dieses Symbol ist so untrennbar mit diesen Gräueltaten verbunden, dass auch dieses nicht rehabilitiert werden kann. Es kann in einer Demokratie, welche die Gleichberechtigung von Mann und Frau in seiner Verfassung aufgenommen hat, keine Möglichkeit geben, dieses Symbol wieder hoffähig zu machen, ohne die Verfassung selbst zu verhöhnen. Keine Selbstbestimmung, keine Religionsfreiheit, kein Persönlichkeitsrecht, kann die Gleichberechtigung negieren und den Hijab rehabilitieren!

Das wir zugelassen haben, dass der Hijab sich in Deutschland mehr und mehr ausbreitet, zeigt mehrere Dinge nur überdeutlich.
Über Jahrzehnte hinweg haben politisch Verantwortliche die Situation bewusst falsch eingeschätzt um nicht handeln zu müssen. Und, dass die Werte des Grundgesetzes für die Mehrheit der Einwanderer in unserem Land keine Rolle in deren Leben spielen. Das ignorieren der Verfassung hat in Deutschland keine Auswirkung auf das persönliche Leben, führt nicht zu Anklagen, noch dazu, dass Ausländer nicht eingebürgert oder gar des Landes verwiesen werden.
Ob politisches Kalkül oder schlicht Inkompetenz, ist da unerheblich, denn die Erkenntnis muss lauten, das 40 Jahre lang Integration nicht stattgefunden hat und auch weiterhin nicht stattfindet.
Vor 40 Jahren wäre nur eine verschwindend kleine Anzahl an Frauen durch ein Verbot des Hijab betroffen gewesen. Heute sind es bei weitem mehr. Nicht zu handeln, unsere Verfassung nicht auch auf Einwanderer anzuwenden, führt letztlich nur dazu, dass wenn das Problem nicht mehr zu ignorieren ist, eine Lösung kaum noch durchzusetzen ist.

Nicht umsonst wurde in der Türkei der Hijab im öffentlichen Dienst und an Schulen verboten. Auch im Iran und in Ägypten waren Kopftücher zeitweise verboten.

Antworten können sehr einfach sein, und dies ist ein solcher Fall. Egal zu welcher Zeit in der Geschichte, wenn ein muslimisches Land sich an den Werten der Menschenrechte orientierte, führte dies immer zu einem Verbot der Verhüllung von Frauen. Das bedeutet, alle muslimischen Reformer haben den Zusammenhang zwischen Fortschritt bzw. Gleichberechtigung der Frau und dem Verbot der Verschleierung erkannt.

Wenn also, hier in Deutschland, Politiker sich gegen dieses Verbot einsetzten, setzen sie sich wissentlich und willentlich für die Unterdrückung der Frau und für die Bildung von Parallelgesellschaften ein.

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